Sonntag, 20. August 2017

E.R.

Als ich letztens nur kurz in die Stadt wollte, wurde daraus ein längerer Aufenthalt in der Notfall-Ambulanz. Und das kam so:

Mir war schon beim Losgehen etwas blümerant. Genauer gesagt fühlte ich mich, als würde mir ein immens schweres Wesen auf der Brust sitzen und mir dabei die Kehle zudrücken. Gleichzeitig war mir übel, und ich fürchtete schon, mich in den nächsten Papierkorb übergeben zu müssen. 

Zuerst versuchte ich es mit Ignorieren, ging aber nicht. Ich bekam nur noch schlecht Luft, und plötzlich erinnerte ich mich, kürzlich über die typischen Symptome gelesen zu haben, die bei  Frauen einen Herzinfarkt ankündigen. Die hatte ich alle. 

Ich bin eigentlich nicht der hysterische Typ, aber als mir das eingefallen war, ging ich statt nach Hause zum nächst gelegenen  Krankenhaus. Mir war egal, ob die mich gleich auslachen und  wieder heim schicken würden. Lieber das, als allein in meiner Wohnung zu sterben und irgendwann von  Kakerlaken aufgegessen zu werden. 

Jetzt weiß ich also, dass bei Weitem nicht jedes Krankenhaus eine Notfallambulanz hat. Ich wurde tatsächlich weggeschickt, aber nicht, weil ich plötzlich gesundet war, sondern weil ich woanders hin musste.

Und zwar ausgerechnet in die Klinik, wo mein Vater ein  paar  Wochen auf der Palliativstation verbracht hatte. 

Als ich von meinen Beschwerden erzählte, musste ich immerhin nicht noch warten, sondern wurde gleich zum EKG abgeführt. Die Schwester war freundlich und einfühlsam, und das kann ich in so einer Lage überhaupt nicht vertragen. Sofort kamen mir die Tränen, weil ich bis dahin das getan hatte, was ich eben am besten kann: Haltung bewahren. Mich zusammenreißen. Nicht herumjammern. Nun bekam ich zu hören, dass es ganz richtig gewesen sei herzukommen, und dass es überhaupt nicht schlimm wäre, wenn sich alles als falscher Alarm herausstellen würde. In mein Taschentuch schniffelnd dankte ich für die freundlichen  Worte.

Nach dem EKG wurden noch Blutdruck und Sauerstoffsättigung gemessen - alles sei im grünen Bereich.

Jetzt würde noch der diensthabende Arzt einen Blick auf das EKG werfen, und dann könne ich wohl gehen.

Im Wartebereich fiel mir auf, dass sich die Symptome - wohl aus Respekt vor der Umgebung - inzwischen restlos verkrümelt hatten.  

Ich wurde ins Sprechzimmer gerufen und von einem jungen Mann befragt, der aber nicht der Arzt war - der kam hektisch dazu und hörte meine Lunge ab, während er mit dem jungen Mann und der Krankenschwester über alles Mögliche redete. Als brave Patientin bemühte ich mich, die zwischendurch gebellten Befehle - "Jetzt NICHT atmen! Wieder atmen! Tief ein und aus atmen!" schnellstens zu befolgen, ohne dass ich zu viel vom übrigen Gespräch mitbekam. Man will ja nicht indiskret sein. Dann ging es aber doch um mich.

Der Arzt fand es gut, wenn sich auch die Internistin das EKG anschauen würde. Ich wurde erneut in den Wartebereich geschickt. Und vertrieb mir die Zeit mit People Watching. Und Listening.

Ein Mann wurde mit "Herr Dr. X" aufgerufen und eilte ins Sprechzimmer, gefolgt von seiner Frau mit kleiner Tochter auf dem Arm, die rief: "Ich komme mit rein, weil ich ja auch Ärztin bin!" Ich dachte so: "Ah, der Schrecken jedes Arztes - Kollege als Patient". Ein befreundeter Mediziner hat mal bemerkt: "Unsereins geht ja erst zum Arzt, wenn wir uns mindestens schon einmal selbst reanimiert haben." Dann traf die Internistin ein. Als aufgeweckte Patientin erkannte ich sie am Inhalt ihres Handy-Telefonats, während sie ins Sprechzimmer eilte. Nun würde ich wohl gleich entlassen. Aber dass die meisten Ärzte mir wie frisch gebackene Abiturienten vorkommen, daran muss ich mich immer noch gewöhnen.

Die Internistin kam wieder aus dem Zimmer, und durch die offene Tür hörte ich, wie der Arzt zur Schwester sagte: "Bringen Sie ihr das mal schonend bei, damit sie keinen Schreck kriegt." Darauf steuerte die Schwester in meine Richtung, und ich kriegte  einen Schreck.

Mit dem Lächeln einer Flugbegleiterin, die den Passagieren versichert, alles sei in bester Ordnung, und sie müssten jetzt sofort die Sauerstoffmasken anlegen, teilte die Schwester mir mit, dass ich auf Wunsch der Internistin nun offiziell aufgenommen und nochmals gründlich untersucht würde. Es gäbe ein paar seltsame Dinger in der EKG-Kurve. "Was für Dinger?", fragte ich. "Keine Ahnung, aber es ist bestimmt nichts", sagte sie. Das beruhigte mich sofort. Nicht.

Sie schickte mich zur Aufnahme, und da war erstmal eine Runde Extrem-Schämen angesagt, weil ich immer noch keinen Angehörigen vorweisen konnte, den man im Notfall anrufen dürfte. Und einmal fragen reicht offenbar nicht - immer kommt noch "Wirklich niemand?" hinterher. Was glauben die denn? Dass ich vor lauter Aufregung vergessen habe, dass zu Hause ein liebender Ehemann wartet, der sich fragt, wer ihm heute sein Abendessen macht? 

Als das überstanden war, durfte ich einem blonden, engelsgleichen Pfleger in den "Kardioraum" folgen. Der Engel  sagte: "So, als erstes machen wir ein EKG." Darauf ich: "?!?" In Wirklichkeit sagte ich, es sei doch gerade eins gemacht worden, er könne es sich in der Akte anschauen. Und da wundert man sich über verrückte Gesundheitskosten. 

Der Engel erklärte sich bereit, erstmal  abzuwarten. Inzwischen würde er mich verkabeln und mir Blut abnehmen. Letzteres beherrschte er zu meiner Erleichterung ganz ausgezeichnet. Sonst hätte ich bestimmt gleich noch einen beliebten Satz gehört, der da heißt: "SIE haben aber schlechte Venen!" Da weiß ich auch immer nichts zu antworten. Übersetzt heißt der Satz sowieso nur: "Hilfe, ich krieg' das hier nicht hin", begleitet von verzweifeltem Herumstochern in meinem Arm.

Nun lag ich also, nachdem der Engel mich verlassen hatte, eine ganze Weile in diesem Raum. Ohne Brille konnte ich nicht mal sehen, was der Monitor zu meinen Werten sagte. Wie langsam die Zeit verging... 

Anhand des sich regelmäßig aufpumpenden Messgeräts an meinem Arm zählte ich die Viertelstunden. 

Ab und zu kam mal jemand herein, wurschtelte in dem einen oder anderen Schrank und ging wieder heraus.  

Mein Magen knurrte mich an, als ob ich nicht selber wüsste, dass er seit dem Morgen kein Futter mehr bekommen hatte.

Inzwischen war es dunkel. Vielleicht war die Internistin längst nach Hause gegangen? Und wo war mein Engel? 

Kurz bekam ich Lust, mir wie im Film sämtliche Kabel und Schnüre vom Leib zu reißen und von der Liege zu springen. Aber so ohne Publikum...

Als endlich Frau Doktor samt Engel wieder auftauchte, schreckte ich aus einem leichten  Dämmerzustand. Die Internistin sagte, mein Blut zeige keinerlei Hinweise auf Herzinfarkt oder sonstwas Böses, aber sie wolle doch noch ein etwas detaillierteres EKG schreiben - so sagt man! Obwohl weder sie noch ihr Assistent sich mit Kuli und Hörrohr vor mein Herz setzen würden. Tatsächlich spuckte der Drucker diesmal ein tapetenbahngroßes Dokument aus, was der Engel auf mir ausbreitete, als sei er Architekt und wolle der Bauherrin seinen Plan erläutern. Frau Doktor sagte dazu: "Also das ist jetzt ein bisschen...." und guckte ihn pädagogisch an. Der Engel wurde rot, und ich musste  kichern.

Es gibt also "so Dinger" in meinem EKG, ich soll mir keine Sorgen machen und mal zum Kardiologen gehen.

Erstmal ging ich recht beschwingt zu Fuß nach Hause, erste Maßnahmen ergreifend: Von nun an mehr Bewegung.

Was mit mir an dem Tag los war? Könnte eine Panikattacke gewesen sein, meint meine weise Therapeutin.

Jetzt weiß ich also auch, wie sich sowas anfühlt.







Donnerstag, 20. Juli 2017

Auf gute Nachbarschaft

Vor einigen Wochen hing ein Zettel am schwarzen Brett im Hausflur. Überschrift war "Fernseher", und im Text wurde die Person, die offenbar ihr altes Fernsehgerät im Keller unter der Treppe "entsorgt" hatte, aufgefordert, ihn von dort weg zu schaffen. Unser Hausmeister hatte sogar die Telefonnummer der Müllentsorgung und die Öffnungszeiten des Recyclingcenters hinzugefügt.

Nun geht es in unserem Haus meist ganz zivilisiert zu. Es besteht aus lauter Eigentumswohnungen, und in geschätzt einem Drittel dieser Wohnungen leben noch die Ureinwohner, hätte ich beinah gesagt - nee, hab' ich jetzt halt mal gesagt. Gemeint sind die Erstbezieher, die inzwischen alt gewordenen Menschen, die sich Wohnungen gekauft haben, als das Haus Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gebaut wurde.

Ich bin Mieterin und damit, nach Meinung einiger Ureinwohner, von vornherein Bewohner zweiter Klasse. Dennoch, die meisten Nachbarn sind freundliche und hilfsbereite Menschen, und so ein Haus hat den Vorteil, dass man sich nie mit einer desinteressierten Verwaltung herumschlagen muss, dass man gegenseitig Pakete in Empfang nimmt, dass man im Waschkeller ein Schwätzchen  hält - dass man sich umeinander kümmert.

Im letzten Sommer habe ich zum Beispiel dreimal in einer Nacht eine verwirrte Nachbarin zurück in ihre Wohnung begleitet, nachdem sie - komplett angezogen, wie sich das für eine alte Dame gehört - immer wieder bei mir geklingelt hatte in der Überzeugung, ich sei Ihre Ärztin, und sie habe doch jetzt einen Termin.

Ein paar Wochen später ging es einem anderen alten Herrn schlecht, und ich rief den Notarzt und wartete mit dem Nachbarn, bis dieser eingetroffen war.

So war das in unserem Haus. 

Manchmal war es aber auch so:

Eine der Ureinwohnerinnen ist etwas seltsam drauf und hat mich zum Beispiel einmal darauf aufmerksam gemacht, dass meine (frisch gewaschene) Wäsche stinke. Sie meine es nur gut. Ich sagte, dass ich die Vorstellung seltsam finde, wie sie an meiner Wäsche schnuppert, weiter habe ich nichts kommentiert, denn diese Dame ist eben .... seltsam. Wenn ich in den Fahrstuhl einsteige und  sie ist schon drin, sieht sie immer dermaßen verblüfft aus, dass außer ihr noch jemand im Haus wohnt....nun ja. Und eine Zeit lang hielt sie sich die Nase zu, wenn ich mit ihr im Aufzug war. Soweit mir bekannt, rieche ich ganz OK. Ich dusche auch regelmäßig und bin dem Benutzen von Parfum nicht abgeneigt. 

Der bisherige Höhepunkt war, dass sie mich bat, meine Wäsche noch ein paar Tage in der Maschine zu lassen, da sie jetzt in diesem  Moment unbedingt waschen und IHRE Wäsche aufhängen wolle. Das habe ich verweigert, und seitdem darf ich sie nicht mehr grüßen. Ihr Mann hat es mir verboten. Wenn ich's recht bedenke, sollte ich diesen Moment vielleicht eher Tiefpunkt nennen. 

Man könnte also sagen, dass einige Nachbarn nicht gerade die schärfsten Messer in der Schublade sind. Und ich bei denen einen ganz schlechten Ruf habe.

Nun hat so eine Art Generationswechsel stattgefunden, und die neu Hinzu-gezogenen sind - soweit ich das bisher mitbekommen habe - nette junge Leute, die hier ein bisschen mehr Leben in die Bude bringen. 

Keine Ahnung, wer nun diesen vermaledeiten Fernseher abgestellt hat.

Nachdem der Zettel einige Zeit dort hing, aber scheinbar ohne Effekt, tauchte eine Liste auf. Darauf die Namen aller Bewohner, und die Überschrift lautete sinngemäß: Hiermit versichere ich, dass mir der Fernseher, der im Keller abgestellt war, nicht gehört. 

Ich fühlte mich weder von dem ersten noch von dem zweiten Zettel angesprochen. Beim zweiten allerdings beschlich mich ein Unbehagen. Ich hoffte wider besseres Wissen, dass niemand oder nur wenige unterschreiben würden. Aber nach ein paar Tagen hatten alle wie die braven Schäfchen ihre Unterschrift auf die Linie neben ihrem Namen gesetzt. Alle außer mir.

Einen kurzen Moment überlegte ich, ob ich um des lieben Friedens Willen doch unterschreiben solle, aber das bereitete mir fast schon Übelkeit. Also nicht.

Verrückterweise hatte ich ein bisschen  Angst, was mir als Strafe blühen würde. 

Gefragt hat mich niemand. Ich bin sicher, dass "man" nun annimmt, dass ich das gewesen sein muss mit dem Fernseher. Was aber nur bedeutet, dass im Bereich logisches Denken dort noch viel Luft nach oben ist.

Als ich gestern nach Hause kam, leuchtete mir mein Name in Pink entgegen; den hatte jemand mit Textmarker verziert.

Ich bin etwas nervös.

Sonntag, 9. Juli 2017

Freund und Helfer

Vielleicht sollte ich den Blog so langsam in "Begegnungen im ÖPNV" umbenennen - jedenfalls hatte ich wieder mal ein Erlebnis beim  Warten auf den Bus.

An der Haltestelle wartete mit mir ein junger Polizist in voller Arbeitsmontur, man könnte durchaus sagen: bis an die Zähne bewaffnet. Jedenfalls aus der Sicht einer friedlichen Bürgerin, die manche der zahlreichen, an dem jungen Mann befestigten Gegenstände nicht mal mit Namen benennen könnte. 

Ich war guter Laune, und da er ebenfalls freundlich vage in meine Richtung schaute, sagte ich: "Na, sind Sie froh, jetzt gerade nicht in Hamburg zu sein?" "Könnte man so sagen. Das heißt, nee, eigentlich wäre ich gern dort, um meinen Kollegen zu helfen." 

"Ja, das kann ich nachvollziehen. Ich würde wohl bei der einen oder anderen Demo mitlaufen, aber was Plünderungen und Abbrennen von Autos bringen soll, ist mir auch schleierhaft." 

Während ich das noch sagte, klangen in mir drin alle möglichen Stimmen aufgeregt durcheinander, denn natürlich war meine Äußerung eindimensional und - hätte mein früheres Anarcho-Ich gesagt - sogar anbiedernd. Aber ich war einfach neugierig. 

Wie sich das Gespräch danach weiter entwickelte, hat mich dann doch überrascht. Es war ein bisschen so, als tasteten wir uns vorsichtig ab, um zu sehen, wie weit die Übereinstimmung denn reichen würde. Nicht besonders weit. Und die Vorsichtige war allein ich, der Polizist war ganz klar und unbeirrt in seiner Weltsicht.

Nachdem ich gesagt hatte, dass ich es zumindest fragwürdig fand, die Demo gleich nach ein paar Metern wieder aufzulösen, hatte ich schon verspielt. 

"Was verstehen Sie denn von Polizeitaktik?" war die erste Reaktion, und dies schon in einem sehr gereizten Ton. "Natürlich nicht viel, aber es gab wohl Kritik daran, wie dort vorgegangen wurde. Man kann doch an fünf Fingern abzählen, dass das nicht friedlich abgeht. Das kann schon als Provokation dessen aufgefasst werden, was die Polizei doch eigentlich verhindern sollte."

"Na, dann bin ich ja froh, dass ich Ihresgleichen NICHT auf einer Demo gegenüber stehe!" Ich war erschrocken über den  feindseligen Ton und fragte, wie er das meine. "Sie rechtfertigen hier diese ganzen Randalierer und Gewalttäter, da brauchen  wir gar nicht weiter zu reden!" 

Ich wies darauf hin, dass ich dies mit keinem Wort getan hätte und auch wirklich nicht guthieße (und das meinte ich auch so), aber da war nix mehr zu retten. 

Mit einem verächtlichen Blick stieg der junge Mann in den Bus und wiederholte nochmals, dass nun jedes weitere Gespräch überflüssig sei. Ich versuchte es nochmal, weil ich einfach nicht glauben will, dass es keine Verständigungsmöglichkeit geben soll, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist. 

Aber ich stieß auf taube Ohren.

Dieses Thema scheint gerade einige Leute umzutreiben - Zufall oder nicht, heute las ich einen Artikel in der ZEIT, in dem es um  die Sorge geht, dass bestimmte Gruppen von Menschen nicht  mehr miteinander reden. Weil sie in grundlegenden Dingen verschiedener Meinung sind. Teils wollen sie  eine geliebte (Schein-)Harmonie nicht aufs Spiel setzen, teils haben sie resigniert, und teils ist die Kluft einfach zu tief, um noch überwunden zu werden. Also geben sie auf. Geben wir auf. 

Ich gebe zu, dass ich davon auch nicht frei bin - ist ja auch nur allzu menschlich, Konflikte zu vermeiden und seine Ruhe haben zu wollen. Also dümpeln wir nur zu gern im warmen Sumpf von Gleichgesinnten. Mach ich auch so .... bei Facebook habe ich einen früheren Arbeitskollegen aus meinem Freundeskreis geschmissen, weil er sich als Hillary-Clinton-Verächter geoutet hatte. Heute denke ich manchmal, ich hätte vielleicht die Energie für die Auseinandersetzung aufbringen sollen. Ist natürlich weit anstrengender, als sich immer nur der gegenseitigen Übereinstimmung zu versichern. 

Vielleicht war das der Grund für das Ansprechen dieses Polizisten - ich wollte mal mit der "anderen Seite" Kontakt aufnehmen.

Aber die wollte nicht mit mir. Bei der kleinsten Differenz war Schluss.

Die grölende Horde von betrunkenen Männern an der Endhaltestelle, mit Bierdosen in der Hand, bekamen ein  freundliches Grinsen und ein "Prost!" von unserem Freund und Helfer. 

Mit denen fühlte er sich offenbar mehr verbunden als  mit "meinesgleichen". Was mich ziemlich beklommen macht. 

Nee, Quatsch - es macht mich ohnmächtig wütend. Und genau das sind die Gefühle, die in Extremform zuweilen in vermeintlich sinnloser Randale explodieren.